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ALLES ANDERE
ALS EINE SCHNAPSIDEE
Bei der Krautingerwoche vom
5. bis 11. Oktober können sich Feriengäste davon
überzeugen, dass das Wildschönauer Wundermittel - bei
allen medizinischen Vorzügen - nicht nur in den Arzneischrank
gehört. Die Wildschönauer Krautingerrübe verhalf der
Wildschönau auch zur Auszeichnung "Genussregion
Wildschönauer Krautingerrübe".
Die Genussregionen Österreichs vermarkten
vor allem Produkte aus der Region und tragen dazu bei dass
Landwirtschaft und Tourismus gut kooperieren und ländliche
Qualität in der Region erhältlich sind.
Sonntag 05. Oktober
Die Festwoche beginnt am Erntedanksonntag,
dem 5. Oktober nach der feierlichen Messe und Prozession. Das
Bergbauernmuseum verwandelt sich in einen kleinen Marktplatz. Der
Museumskirchtag wird unter anderem von stimmungsvoller
Volksmusik mit den "Hochtalern" und den "Katlmusig"
untermalt. Dazu kommen kulinarische Spezialitäten, ein
Handwerks- und Bauernmarkt. Nicht fehlen dürfen
natürlich die Bundesmusikkapelle und die
Sturmlöda, eine alte Wehrtruppe, die es auch nur in der
Wildschönau gibt.
Während der Festwoche haben Feriengäste bei
Hofführungen die Gelegenheit, Betriebe zu besuchen, in
denen der Krautinger gebrannt wird, zahlreiche Gastwirte der
Wildschönau präsentieren in dieser Zeit Speisen rund
um die "Ruabn". Weitere Programmpunkte während der Woche
sind geführte Wanderungen, Konzerte und diverse
Kleinveranstaltungen.
Samstag, 11. Oktober
Auch zum Abschluss der Woche geht es noch einmal
zu wie Kraut und Rüben: Beim Krautingerball im
Bergbauernmuseum am Samstag, 11. Oktober, spielt der Ebbser
Kaiserklang, Höhepunkt ist die Prämierung des
"Krautingers des Jahres", der von prominenten Gästen
und einer fachkundigen Jury auserkoren wird.
Möglicherweise wird bei dieser Gelegenheit ja auch - mit einem
Krautinger versteht sich - auf Ihre Majestät angestoßen:
Denn es war schließlich die österreichische Kaiserin
Maria Theresia höchstpersönlich, die den
Wildschönauer Bauern einst das Recht zum Schnapsbrennen
verlieh - und damit ein Monopol schuf: Sie legte fest, dass der
Krautinger ausschließlich in der Wildschönau gebrannt
werden durfte. 51 Bauern kamen damals in den Genuss des
kaiserlichen Privilegs, heutzutage wird die Spezialität nur
noch in 15 Höfen nach einem komplizierten Verfahren
hergestellt.
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