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DAS GRÖSSTE
HÖHLENSYSTEM DER GESAMTEN ZENTRALALPEN
Das eiszeitliche
Schmelzwasser des Hintertuxer Gletschers schuf einst das
größte Höhlensystem der gesamten Zentralalpen mit
einer Länge von über 10 km lt. aktuellem
Vermessungsstand. 500 m des eingangsnahen Bereiches dieser
unterirdischen Gänge unter dem Spannagelhaus können
ganzjährig unter fachkundiger Führung besichtigt
werden.
Bei der Besichtigung der seit den 60-er Jahren
des vergangenen Jahrhunderts unter Denkmalschutz gestellten
Höhle zeigt sich eine geologische Besonderheit. Obwohl der
Alpenhauptkamm hauptsächlich aus Urgestein besteht, zieht sich
von Hintertux nach Süden zum Spannagelhaus eine
Marmorschicht aus kristallinem Kalk. In der geräumigen
„Vereinigungshalle“ mit der
Hängebrücke, die den „Dr.
Lorenz-Schacht“ überspannt, sind blaugrau-weiß
gebänderte Marmore zu sehen. Die unglaubliche Schönheit
dieser Bändermarmore versetzt die Besucher immer wieder ins
Staunen.
Von der Entstehung der Höhle erzählen
im so genannten „Wassergang“ kesselförmige
Auswaschungen und kreisrunde Gletschermühlen. Sogar ein
Höhlenmuseum, wo einige der Kostbarkeiten aus dem
Bergesinneren ausgestellt sind, wurde für die Besucher
eingerichtet.
Eine Führung dauert in etwa eine Stunde,
die Ausrüstung für die Besucher, wie Helm, Jacke und
Gummistiefel werden bereitgestellt.
Der Höhleneingang befindet sich unmittelbar
beim Spannagelhaus, welches bequem über die Zillertaler Gletscherbahn von Hintertux aus
(hinteres Tuxer Tal) erreichbar ist. Zunächst geht es mit
der 8-er Sommerberg Seilbahn auf die Sommerbergalm und weiter mit
dem Gletscherbus2 bis zum Tuxer Fernerhaus. Von dort ist es nur
eine kurze Wanderung (ca. 10 Minuten) zum Spannagelhaus.
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