Wandern im Mühlviertel in Österreich

Routen und Tipps für Wanderungen im landschaftlich reizvollen Oberösterreich

Die Tage werden immer länger und der Frühling lockt nach draußen. Endlich kann man bei ausgedehnten Wanderungen wieder die Sonne auf der Haut spüren und die erwachende Natur und ihre ganz spezielle Ausstrahlung genießen. Jetzt ist es Zeit für einen ersten ausgedehnten Ausflug und einen Aufenthalt in einer neuen Ecke des Landes, die man kennenlernen kann.

Gerade Oberösterreich hat einige landschaftlich besonders reizvolle Fleckchen zu bieten, die Wanderer magisch anziehen. Einer der der besonders sehenswerten Orte ist sicherlich das Mühlviertel, das auch den ehemaligen „Eisernen Vorhang“ umschließt, der jetzt Teil des „Grünen Bandes Europas“ ist. Die Natur blieb in diesen Grenzbereichen lange unberührt und konnte sich so besonders gut in üppiger Pracht entfalten. Ein Mahnmal informiert über diese Zeit und lässt sie in lebendiger Erinnerung bleiben.

Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen in der bezaubernden Natur ist das „Guglwald“, ein Wellnesshotel, das sich ganz der Entspannung seiner Gäste verschrieben hat. In seiner Umgebung finden sich neben verschiedenen Ausflugszielen auch Wanderrouten für Ausflugswillige mit jedem Fitnesslevel.

Besonders schöne Routen in der Umgebung

Schönegger Runde

Die Schönegger Runde mit ihren siebeneinhalb Kilometern kann in zwei bis drei Stunden bequem erwandert werden. Hier ist ein Aufstieg von 145 Höhenmetern zu bewältigen. Ein Teil der Strecke wird von einem Walderlebnispfad flankiert, der jedem die heimischen Gehölze näher bringt, der sich die Zeit nimmt, die ausführlichen Schautafeln zu lesen. Hier leben mehr als 60 Vogelarten, von denen man mit etwas Geduld und je nach Jahreszeit einige zu sehen und zu hören bekommt. Man sollte also etwas mehr Zeit einplanen, um diese Runde gebührlich genießen zu können.

Von der Kreuzkapelle aus, die östlich von Dietershofen erreicht werden kann, offenbart sich dem Betrachter ein faszinierender Blick in das landschaftlich reizvolle Haseltal. Bei gutem Wetter sind sogar die Alpen sichtbar. Auch der Römerturm in Oberschönegg wird von Wanderern gern angesteuert. Die beste Zeit für diese Runde ist zwischen März und Oktober.

Kraft-Quelle-Baum

Ein ganz besonderer Tipp für alle Baumfreunde ist der Wanderweg Kraft-Quelle-Baum. Wer gern wandert, ist der Natur ohnehin zugetan und fühlt sich in Gesellschaft von Bäumen besonders wohl. Doch wer kann heute noch alle Bäume bestimmen und hat großes Wissen über all ihre Eigenschaften? Der Wanderweg Kraft-Quelle-Baum füllt diese Wissenslücken und macht die lebendige Natur noch besser erfahrbar – mit alle Sinnen, sozusagen.

Einsteigen kann man bei dieser Tour an verschiedenen Stellen, eigentlicher Startpunkt ist jedoch Sankt Johann am Wimberg, rund 20 Minuten mit dem Auto vom Guglwald entfernt. Der Rundweg hat eine Gesamtlänge von knapp 60 Kilometern und kann in drei Tagen begangen werden. Er ist ganz der Heilkraft der Bäume gewidmet und präsentiert auf über 30 Schautafeln spezielles Wissen rund um Heilkraft, Mythologie und Wirkungen der Bäume.

Nordwaldkammweg

Der Nordwaldkammweg ist ein Teil des Europäischen Fernwanderweges E 6 und verläuft zwischen Guglwald und dem Dreisesselberg in Bayern. Man kann hier also drei Länder besuchen, wenn man Tschechien und Deutschland mit einbezieht.

Die herausfordernde Gesamttour hat eine Länge von rund 54 km. Es sind mehr als 1400 Höhenmeter zu überwinden. Hier genießt der Wanderer neben dichten und bemoosten Wäldern auch Bereiche mit lieblicher Landschaft und schönen Wiesen. An der Grenze zu Tschechien bewegt man sich auf dem bereits erwähnten „Grünen Band“ und kann die Natur in ihrer unbändigen Kraft erleben.

Böhmerwaldrundweg, Weg der Entschleunigung

Auch beim Thema Wandern ist die Stimmung bei manchen Outdoor-Fans hektischer geworden. Immer öfter geht es darum, diese oder jene Plätze oder Sehenswürdigkeiten zu besuchen und dies zu dokumentieren. Dabei kommen die Entschleunigung und auch der Genuss manchmal viel zu kurz. Wer es etwas ruhiger angehen möchte, der wandert auf dem Böhmerwaldrundweg, dem sogenannten Weg der Entschleunigung.

Für diesen Weg sollte man einige Tage einplanen – entschleunigt eben! Man kann zwischen verschiedenen Routen wählen und so die Länge seines Ausflugs selbst bestimmen. Die Region gilt als Geheimtipp und wartet mit ganz eigenen Traditionen auf, die ganz im Zeichen der Verlangsamung stehen. Hier solle entspannt und genossen und die Natur mit allen Sinnen aufgenommen werden. Uralte Kraftplätze säumen den Weg und laden zur Regeneration ein. Von den vielen Aussichtspunkten hat man stets einen besonderen Blick. Die Rastbänke fordern zum Verweilen und Durchatmen auf. Hier kann jeder seine eigene Geschwindigkeit finden und in Gegenwart der zeitlos wirkenden, alten Bäume zu innerer Entspannung finden.


Fazit: Wer auf der Suche nach einem besonderen Naturerlebnis ist, wird im Guglwald sein Glück finden. Hier locken besonders schöne Routen nach draußen und eröffnen ganz neue Perspektiven, wie die Natur die eigene Entspannung unterstützen kann. Besonders üppig zeigt sie sich im „Grünen Band“, dem ehemaligen Grenzgebiet zu Tschechien, wo die fehlenden menschlichen Eingriffe die Natur besonders gut gedeihen ließen.

Die Region ist für die ganze Familie besonders einladend. Neben Wanderrouten verschiedener Schwierigkeitsstufen gibt es natürlich auch die Möglichkeit, die Gegend mit dem Mountainbike oder im Nordic Walking Stil zu entdecken. Oberösterreich lädt ein – Einheimische und Touristen folgen dem Ruf.

 

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Autor: Redaktion
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